Einsamkeit 2.0

Anfang September ging es erneut um ein Thema, das uns alle tangiert aber über das doch viel zu selten gesprochen wird – Einsamkeit. Besonders seit der Pandemie ist das Thema akuter denn je und doch noch immer ein Tabu.
Bereits im März habe ich mich gemeinsam mit vielen Bielefelder Akteur*innen getroffen und über Einsamkeit diskutiert. Dabei war auch Professor Dr. Bamberg von der Hochschule Bielefeld, der gemeinsam mit seinem Kollegen Professor Dr. Seelmeyer die wissenschaftlichen Hintergründe erläutert hat. Auch bei der zweiten Veranstaltung, die Best Practice Beispiele im Fokus hatte, gab es einen Input des Wissenschaftlers. Durch diesen wurde deutlich, dass viele Lösungsansätze zwar gute Ideen beinhalten, häufig aber durch mangelnde Planung und fehelende Überprüfbarkeit nicht zielführend sind. Mit diesem Hintergrundwissen konnten dann die vorgestellten Projekte der Bielefelder Akteur*innen der AWO, BGW und REGE bewertet und diskutiert werden.
Im Rahmen des nächsten Treffens der Veranstaltungsreihe sollen Zugänge zum Thema Einsamkeit und zu Betroffenen geklärt werden. Dabei stehen die Fragen „Welche Gruppen sind von Einsamkeit betroffen?“ und „Wer übernimmt die Verantwortung?“ im Mittelpunkt.
Klar ist, dass es unabdinglich ist ein Bewusstsein für die Problematik Einsamkeit innerhalb unserer Gesellschaft zu schaffen. Nette Slogans und Wortspielchen in politischen Kampagnen helfen hier nicht. Die Problematik muss durch offene Ansprache und mutige Vorbilder entstigmatisiert werden, um langfristig die Einsamkeit in unserer Gesellschaft zu schwächen und die Gemeinschaft zu stärken.